Anarchosyndikalismus

Übersicht

  • Anarchosyndikalismus betont den Gewerkschaftlichen Kampf und Selbstorganisation der Arbeiter:innen als Strategie zum Erreichen des anarchistischen Kommunismus und zur Verbesserung der Realität der lohnabhängigen Klasse im Kapitalismus.
  • Anarchosyndikalist:innen formen meistens eigene Gewerkschaftsföderationen die unabhängig von den sozialdemokratisch und reformistisch geprägten Gewerkschaften sind.
  • Die Kampfmittel des Anarchosyndikalismus ist die Direkte Aktion, der (General-)Streik, die Sabotage und die Solidarität.
  • Das Transformationskonzept der anarchosyndikalistischen Gewerkschaft sieht vor das die Gewerkschaft einen wichtigen Teil der Verwaltung der kommenden Gesellschaft übernimmt, speziell im Übergang von einer kapitalistische in eine klassenlose Gesellschaftsordnung.
  • Auf dem Weg dorthin strebt der Anarchosyndikalismus die kollektivierung möglichst vieler Betriebe an. Mit dem Ziel die Arbeiter:innenselbstverwaltung ohne Chefs in den Betrieben bereits im jetzt erfahrbar zu machen.
  • Der Anarchosyndikalismus hat die größten anarchistischen Organisationen der Geschichte hervorgebracht und ist bis heute die Strömung mit den größten Strukturen.

Geschichte

Mit der Spaltung der ersten Internationalen in einen autoritären Flügel (nach Marx) und einen antiautoritären Flügel (nach Bakunin) wurde nach dem Rauswurfs des letzteren 1872 die "Juraföderation" in Saint-Imier (Schweiz) gegründet. 1922 wurde dann die anarchosyndikalistische Internationale Arbeiter Assoziation (IAA) gegründet, eine direkte Folge des erstarken des Syndikalismus in der anarchistischen Bewegung. Auf dem Gründungskongress nahmen folgende Gewerkschaften teil, wie zahlreich und Groß die Gründungsorganisationen waren verdeutlicht noch einmal die Bedeutung des Anarchosyndikalismus zu dieser Zeit:

  • Argentinien: Federacion Obrera Regional Argentina (FORA), 2 Delegierte, 200.000 Mitglieder
  • Chile: Industrial Workers of the World (IWW), 1 Delegierter, 20.000 Mitglieder
  • Dänemark: Syndikalistischer Propagandaverband, 1 Delegierter, 600 Mitglieder
  • Deutschland: Freie Arbeiter Union Deutschlands (FAUD), 8 Delegierte, 120.000 Mitglieder
  • Holland: National Arbeids Secretariaat (NAS), 4 Delegierte, 22.500 Mitglieder
  • Italien: Unione Sindacale Italiana (USI), 2 Delegierte, 500.000 Mitglieder
  • Mexico: Confederacion General de Trabajadores (CGT), indirekt vertreten, 30.000 Mitglieder
  • Norwegen: Norsk Syndikalistik Federasjon (NSF), 1 Delegierter, 3.000 Mitglieder
  • Portugal: Confederacao Geral do Trabalho (CGT), indirekt vertreten, 150 000 Mitglieder
  • Schweden: Sveriges Arbetaren Centralorganisation (SAC), 2 Delegierte, 32.000 Mitglieder
  • Spanien: Confederacion Nacional del Trabajo (CNT), Delegierter nicht erschienen, da durch Diktatur verhindert, 800.000 Mitglieder

Außerdem nahmen mit beratender Stimme am Kongreß teil:

  • Deutschland: Allgemeine Arbeiter Union (AAU), 1 Delegierter, 75.000 Mitglieder
  • Syndikalistisch-Anarchistische Jugend Deutschlands (SAJD), 1 Delegierter, 1.500 Mitglieder
  • Frankreich: Comité de Defense Syndicaliste Revolutionnaire (CDSR), (Opposition innerhalb der kommunistischen CGTU), 2 Delegierte, 100.000 Mitglieder
  • Fédération du Batiment, 1 Delegierter 32.000 Mitglieder
  • Fédération des Jeunesses de la Seine, 1 Delegierter, 750 Mitglieder
  • Rußland: Syndikalistische Minderheit in den Gewerkschaften, 2 Delegierte, ? Mitglieder

Dem Anarchosyndikalismus gelang es folglich aus dieser Weltweiten Stärke in vielen Ländern soziale Errungenschaften für die Arbeiter:innenklasse zu erkämpfen. In den Ländern wo es zu Revolutionen oder Revolutionsversuchen kam kämpften die anarchosyndikalistichen Gewerkschaften in vorderster Front. Dem Anarchosyndialismus gelang es so unter anderem in Spanien wo er weltweit mit der CNT am stärksten vertreten war, als Reaktion auf den Faschistischen Putsch von General Frage mittels eines Generalstreiks und Bewaffnung der Massen die soziale Revolution in weiten teilen des Landes durchzusetzen. Diese soziale Revolution welche unter schwierigsten Bürgerkriegs Bedingungen von 1936-1939 bestand hatte, ist gleichzeitig auch der größte Gesellschaftsversuch des Anarchismus gewesen.

Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs war die weltweite anarchosyndikalistische Bewegung extrem geschwächt, in einigen Ländern sogar vollständig zerstört. Bis heute ist es nicht gelungen an alte Stärke wieder anzuschließen.

Die Internationale Arbeiter:innen Assoziation (IAA) gibt es bis heute. Im Dezember 2016 kam es zum folgenschweren Ausschluss der CNT (Spanien), FAU (Deutschland), und USI (Italien). Diese gründeten daraufhin mit anderen Basisgewerkschaften 2018 die Internationale Konföderation der Arbeiter:innen (IKA). Somit gibt es nun zwei anarchosyndikalistische Internationalen.

Die Freie Arbeiter:innen Union Deutschlands (FAUD) welche die anarchosyndikalistische Gewerkschaft in Deutschland war wurde 1919, aus einem Zusammenschluss der Freien Vereinigung deutscher Gewerkschaften und weiteren kleineren Gewerkschaftsinitiativen gegründet. 1933 löste sich die FAUD kurz vor der Machtübernahme der Nazis selbst auf und führte die Gewerkschaftsarbeit so gut wie möglich im Untergrund fort. Nach 1945 kam es zu kleineren Versuchen an die FAUD Zeit wieder anzuschließen, was allerdings mit den wenigen verbliebenen Kräften nicht gelang. Erst 1977 gab es wieder eine Initiative zur Gründung der Freien Arbeiter:innen Union, welche bis heute existiert und sich in einem stätigen Aufbau befindet.

Die wichtigsten Eckpunkte der Idee

Gewerkschaft

Die Gewerkschaften haben (...) eine doppelte Aufgabe:

1. Den Forderungen der Produzenten nach Sicherung und Anhebung des Lebensstandards Geltung zu verschaffen;

2. Die Arbeiter mit dem technischen Management der Produktion und des ökonomischen Lebens allgemein vertraut zu machen und sie darauf vorzubereiten, den sozio-ökonomischen Organismus in ihre Hände zu nehmen und nach sozialistischen Prinzipien zu gestalten.

Die Anarcho-Syndikalisten sind der Meinung, daß die politischen Parteien nicht in der Lage sind, auch nur eine von diesen beiden Aufgaben zu verrichten. Nach ihren Vorstellungen sollen die Gewerkschaften die Speerspitze der Arbeiterbewegung sein, durch tägliche Kämpfe erprobt und von sozialistischem Geist durchdrungen. Denn nur im Ökonomischen Bereich sind die Arbeiter in der Lage, ihre volle Macht auszuspielen; ihre Produzentenfunktion ist es, die die gesamte soziale Struktur aufrechterhält und damit die Existenz der Gesellschaft garantiert. Nur als Produzent und Erzeuger gesellschaftlichen Reichtums kann der Arbeiter sich seiner Stärke bewußt werden. In solidarischem Zusammenschluß kann er militante Aktionen, die vom Geist der Freiheit und vom Ideal der sozialen Gerechtigkeit durchdrungen sind, durchführen. Für die Anarchosyndikalisten sind die Arbeitersyndikate die fruchtbare Keimzelle der zukünftigen Gesellschaft, die elementare Schule des Sozialismus allgemein. Jede neue soziale Struktur schafft für sich Organe im Körper des alten Organismus; ohne diese Voraussetzung ist jede soziale Evolution undenkbar. Für die Anarchosyndikalisten bedeutet sozialistische Erziehung nicht Teilnahme an der politischen Macht des Nationalstaates. Vielmehr ist es die Aufgabe der Anarchosyndikalisten, den Arbeitern die wesentlichen sozialen Probleme klarzumachen. Die Arbeiter müssen auf ihre Rolle als Umgestalter des wirtschaflichen Lebens vorbereitet werden, damit sie diese Aufgabe bewältigen können. Kein sozialer Körper ist besser für diesen Zweck geeignet als die ökonomische Kampforganisation der Arbeiter; sie gibt den sozialen Aktivitäten ein bestimmtes Ziel und stärkt die Widerstandskraft im unmittelbaren Kampf für die täglichen Bedürfnisse und die Verteidigung der Menschenrechte. Gleichzeitig entwickelt er moralische Stärke, ohne die jegliche soziale Transformation unmöglich ist: lebensnotwendige Solidarität der Betroffenen und moralische Verantwortlichkeit für alle Aktionen.

Aus: Anarchismus und Anarcho-Syndikalismus | Anarchistische Bibliothek

Direkte Aktion

Die Syndikalisten stehen auf dem Boden der direkten Aktion und unterstützen alle Bestrebungen und Kämpfe des Volkes, die mit ihren Zielen - der Abschaffung der Wirtschaftsmonopole und der Gewaltherrschaft des Staates nicht im Widerspruch stehen. Ihre Aufgabe ist es, die Massen geistig zu erziehen und in den wirtschaftlichen Kampforganisation zu vereinigen, um dieselben durch die direkte wirtschaftliche Aktion, die im sozialen Generalstreik ihren höchsten Ausdruck findet, der Befreiung vom Joche der Lohnsklaverei und des modernen Klassenstaates entgegen zu führen.

Aus: Rudolf Rocker: Prinzipienerklärung des Syndikalismus (1919) — Freie Arbeiter*innen-Union (fau.org)

Die direkte Aktion versucht im Gegensatz zur Repräsentation Probleme direkt zu thematisieren und zu verändern.

Transformation

Die Syndikalisten, in klarer Erkenntnis der oben festgestellten Tatsachen, sind prinzipielle Gegner jeder Monopolwirtschaft. Sie erstreben die Vergesellschaftung des Bodens, der Arbeitsinstrumente, der Rohstoffe und aller sozialen Reichtümer; die Reorganisation des gesamten Wirtschaftslebens auf der Basis des freien, d.h. des staatenlosen Kommunismus, der in der Devise: "jeder nach seinen Fähigkeiten, jeder nach, seinen Bedürfnissen!" seinen Ausdruck findet.

Ausgehend von der Erkenntnis, daß der Sozialismus letzten Endes eine Kulturfrage ist und als solche nur von unten nach oben durch die schöpferische Tätigkeit des Volkes gelöst werden kann, verwerfen die Syndikalisten jedes Mittel einer sogenannten Verstaatlichung, das nur zur schlimmsten Form der Ausbeutung, zum Staatskapitalismus, nie aber zum Sozialismus führen kann. Die Syndikalisten sind der Überzeugung, daß die Organisation einer sozialistischen Wirtschaftsordnung nicht durch Regierungsbeschlüsse und Dekrete geregelt werden kann, sondern nur durch den Zusammenschluß aller Kopf- und Handarbeiter in jedem besonderen Produktionszweige: durch die Übernahme der Verwaltung jedes einzelnen Betriebes durch die Produzenten selbst und zwar in der Form, daß die einzelnen Gruppen, Betriebe und Produktionszweige selbständige Glieder des allgemeinen Wirtschaftsorganismus sind, die auf Grund gegenseitiger und freier Vereinbarungen die Gesamtproduktion und die allgemeine Verteilung planmäßig gestalten im Interesse der Allgemeinheit.

Die Syndikalisten sind der Meinung, daß politische Parteien, welchem Ideenkreis sie auch angehören, niemals imstande sind, den sozialistischen Aufbau durchführen zu können, sondern daß diese Arbeit nur von den wirtschaftlichen Kampforganisationen der Arbeiter geleistet werden kann. Aus diesem Grunde erblicken sie in der Gewerkschaft keineswegs ein vorübergehendes Produkt der kapitalistischen Gesellschaft, sondern die Keimzelle der zukünftigen sozialistischen Wirtschaftsorganisation. In diesem Sinne erstreben die Syndikalisten schon heute eine Form der Organisation, die sie befähigen soll, ihrer großen historischen Mission und in derselben Zeit dem Kampfe für die täglichen Verbesserungen der Lohn- und Arbeitsverhältnisse gerecht zu werden.

Aus: Rudolf Rocker: Prinzipienerklärung des Syndikalismus (1919) — Freie Arbeiter*innen-Union (fau.org)

Wichtige Persönlichkeiten der Idee

Rudolf Rocker

„Der Sozialismus wird frei sein oder er wird nicht sein.“

Rudolf Rocker wird am 25.3.1873 in Mainz geboren. Nach dem frühen Tod seiner Eltern wächst er im Waisenhaus auf, besuchte die Volksschule und erlernt schließlich den Beruf des Buchbinders. Im Fachverein der Buchbinder organisiert, macht Rocker Bekanntschaft mit den Schriften von Johann Most und Michael Bakunin. In den Konflikt mit der zunehmend autoritär geführten SPD gerät er als Leiter eines sozialdemokratischen Lesekreises junger ArbeiterInnen in Mainz. Rocker schließt sich der Opposition der "Jungen" an und wird wegen seiner Kritik aus der SPD ausgeschlossen.

1892 flieht Rocker wegen verbotener Propagandatätigkeit nach Frankreich und arbeitet dort in einer Gruppe unabhängiger Sozialisten mit. Ab 1895 in London, entfaltet er als nichtjüdischer Emigrant eine rege Tätigkeit in den Reihen der jüdischen ArbeiterInnen-bewegung und wird Redakteur jiddisch-sprachiger Zeitungen. In diese Zeit fällt seine Bekanntschaft mit Peter Kropotkin*. Mit Kriegsbeginn wird Rudolf Rocker als Ausländer in England interniert. Im November 1918 zurück in Deutschland, wirkt Rocker in der"Freien Vereinigung deutscher Gewerkschaften", einer in Opposition zu den Zentralverbänden stehenden lokalistischen Gewerkschafts-organisation. Als sich die Freie Vereinigung im Dezember 1919 beim 12. SyndikalistInnen-Kongreß in "Freie Arbeiter-Union Deutschlands" umbenennt, hat Rocker an ihrem neuen Programm maßgeblich mitgewirkt. Auch an der 1922 erfolgten Gründung der syndikalistischen Internationalen Arbeiter Assoziation ist Rocker führend beteilgt. Bis ihn der Faschismus vertreibt, ist Rocker unaufhörlich als Organisator und Theoretiker für einen freiheitlichen Sozialismus in Deutschland tätig. Rocker stirbt 1958 in Comprond (USA).

Quelle: Kurze Einführung in die Geschichte des Anarcho- Syndikalismus und der FAU-IAA - www.anarchismus.at

Augustin Souchy

"Mein herrschaftsfreies Streben galt stets der Errichtung einer gewaltlosen Ordnung an Stelle der organisierten Gewalt."

Nach Kindheit und Jugend in Ratibor absolvierte Souchy in Berlin eine Ausbildung als chemischer Laborant. 1911 traf er Gustav Landauer und trat dessen „Sozialistischem Bund“ bei. Als überzeugter Antimilitarist ging Souchy bei Ausbruch des 1. Weltkriegs nach Österreich, wurde von dort aber abgeschoben. Er floh nach Schweden und trat der jungsozialistischen Bewegung bei. 1917 wurde er wegen Propaganda gegen den deutschen Militarismus ausgewiesen. Nach einer weiteren Abschiebung aus Norwegen wurde er 1918 Mitarbeiter der syndikalistischen Tageszeitung „Solidaritet“ in Dänemark. Einer illegalen Einreise nach Schweden folgten sechs Monate Haft und erneute Ausweisung.

1919 kehrte Souchy nach Deutschland zurück und arbeitete für die anarcho-syndikalistische Freie Arbeiter Union Deutschlands (FAUD),|v. a. für deren Wochenzeitung „Der Syndikalist“. Als Vertreter der FAUD reiste Souchy 1920 zum Komintern-Treffen nach Rußland und begegnete Lenin und Pjotr Kropotkin. 1921 war er überwiegend in Frankreich tätig und begründet hier die Syndikalistische Internationale mit, deren Sekretär er bis 1933 war; auch aus Frankreich wurde er Ende 1921 ausgewiesen. Zurück in Deutschland, wurde Souchy zum Redakteur des „Syndikalist“ gewählt und unternahm in dieser Funktion mehrere Reisen nach Spanien.

Souchy floh nach dem Reichstagsbrand 1933 aus Deutschland und lebte zunächst in Frankreich; es folgten ausgedehnte Vortragsreisen nach Schweden und immer wieder Spanien. 1936–39 war Souchy in Spanien als Leiter der Außeninformationsstelle der Confederación Nacional del Trabajo (C.N.T.) und als außenpolitischer Berater der C.N.T. tätig; unmittelbar vor Einmarsch der Franco-Truppen konnte er aus Barcelona nach Frankreich fliehen, wo er bei Ausbruch des 2. Weltkriegs interniert wurde. 1941 entkam Souchy aus einem Internierungslager in der Bretagne den heranrückenden dt. Truppen, tauchte als Knecht unter und gelangte 1942 ins Exil nach Mexiko, wo er bis 1948 blieb und zahlreiche Bücher verfaßte. 1949–52 war Souchy weitgehend auf Vortrags- und Studienreisen in Kuba, Israel, Deutschland, Schweden und den USA, bevor er nach Mexiko zurückkehrte. Dort lebte er bis 1966, unterbrochen durch mehrmonatige Vortragsreisen in alle Länder Lateinamerikas sowie weitere Studienaufenthalte in Kuba und Israel. 1962 führte Souchy im Auftrag des Internationalen Bundes Freier Gewerkschaften ein Bildungsprojekt in Madagaskar durch, 1963 reiste er im Auftrag des Internationalen Arbeitsamtes in Genf als Bildungsexperte durch die Karibik, Lateinamerika und Afrika. 1966 kehrte Souchy nach Deutschland zurück und ließ sich in München nieder. Bis zu seinem Tod war er weiter sehr umfangreich publizistisch tätig.

Souch ist einer der bislang letzten großen Theoretiker des Anarchismus und – mit →Rudolf Rocker (1873–1958) und →Alexander Schapiro (1883–1946) – Verfechter der anarcho-syndikalistischen Variante des Anarchismus. Eine Reihe von Souchys Publikationen sind in mehreren Sprachen erschienen, oft auch von Souchy selbst ins Spanische oder Schwedische übersetzt.

Aus: Deutsche Biographie - Souchy, Augustin (deutsche-biographie.de)

Buenaventura Durruti

"In unseren Herzen tragen wir eine neue Welt, jetzt in diesem Augenblick wächst diese Welt"

Buenaventura Durruti Dumange (* 14. Juli 1896 in León; † 20. November 1936 in Madrid) war ein spanischer Anarchist, Syndikalist und Revolutionär. Als gewählter Führer einer republikanischen Elitekolonne war er eine der zentralen Figuren im Spanischen Bürgerkrieg.

Medienübersicht

Leseliste

  • Rudolf Rocker
  • Harald Beyer-Arnesen
    • Direkte Aktion Zum Verständnis eines Konzeptes
  • Lucien van der Walt
    • Schwarze Flamme - Revolutionäre Klassenpolitik im Anarchismus und Syndikalismus
  • Augustin Souchy
    • Die Gründung der Internationalen Arbeiter Assoziation
    • Nacht über Spanien. Anarcho-Syndikalisten in Revolution und Bürgerkrieg 1936–39. Ein Tatsachenbericht.
    • Bei den Landarbeitern von Aragon
    • Die soziale Revolution in Spanien. Kollektivierung der Industrie und Landwirtschaft in Spanien 1936–1939. Dokumente und Selbstdarstellungen der Arbeiter und Bauern.
    • Die lange Hoffnung. Erinnerungen an ein anderes Spanien.
    • Anarchistischer Sozialismus.
  • Gerhard Aigte
    • Die Entwicklung der revolutionären syndikalistischen Arbeiterbewegung Deutschlands in der Kriegs- und Nachkriegszeit (1918–1929)
  • Franz Barwich
    • Das ist Syndikalismus. Die Arbeiterbörsen des Syndikalismus.
    • Der kommunistische Aufbau des Syndikalismus.
    • Arbeiterselbstverwaltung, Räte, Syndikalismus.(zusammen mit Rudolf Rocker)
    • Der kommunistische Aufbau des Syndikalismus im Gegensatz zum Parteikommunismus und Staatssozialismus. Das Rätesystem von unten auf!
  • Walther L. Bernecker
    • Anarchismus und Bürgerkrieg. Zur Geschichte der sozialen Revolution in Spanien 1936–1939.
    • Reiner’ oder 'syndikalistischer' Anarchismus.
  • Hans Manfred Bock
    • Syndikalismus und Linkskommunismus von 1918 bis 1923. Ein Beitrag zur Sozial- und Ideengeschichte der frühen Weimarer Republik
    • Anarchosyndikalismus, in: Historisch-kritisches Wörterbuch des Marxismus
  • Helge Döhring
    • Anarcho-Syndikalismus. Einführung in die Theorie und Geschichte einer internationalen sozialistischen Arbeiterbewegung
    • Damit in Bayern Frühling werde! Die syndikalistische Arbeiterbewegung in Südbayern von 1914 bis 1933.
    • Die Presse der syndikalistischen Arbeiterbewegung in Deutschland 1918 bis 1933
    • Syndikalismus im 'Ländle'. Die FAUD in Württemberg 1918 bis 1933
    • Anarcho-Syndikalismus in Deutschland 1933–1945
    • "Mutige Kämpfergestalten". Syndikalismus in Schlesien 1918 bis 1930
    • Kein Befehlen, kein Gehorchen. Die Geschichte der syndikalistisch-anarchistischen Jugend in Deutschland seit 1918
    • Schwarze Scharen. Anarcho-Syndikalistische Arbeiterwehr (1929-1933)
    • Aus den Trümmern empor! Anarcho-Syndikalismus in Württemberg 1933 bis 1956.
    • Frei die Stadt! Bremens syndikalistischer Stadtführer
    • Anarcho-Syndikalismus in Ostpreußen! 750 Jahre Königsberg nicht ohne Anarcho-Syndikalisten!
    • Zur Geschichte der syndikalistischen Arbeiterbewegung in Baden. Eine Textsammlung.
  • Wolfgang Haug
    • "Eine Flamme erlischt". Die Freie Arbeiter Union Deutschlands (Anarchosyndikalisten) von 1932 bis 1937
  • Gaston Leval
    • Das libertäre Spanien. Das konstruktive Werk der Spanischen Revolution (1936–1939)
  • Hartmut Rübner
    • Freiheit und Brot. Die Freie Arbeiter-Union Deutschlands ; eine Studie zur Geschichte des Anarchosyndikalismus
    • Rudolf Rocker. Lehrer des Freiheitlichen Sozialismus.
  • Jochen Schwenk
    • Die anarcho-syndikalistische Bewegung in Frankreich
  • Martin Veith
    • Die anarcho-syndikalistische Gewerkschaft
  • Clara Gertrud Wichmann
    • Die Theorie des Syndikalismus
    • Anarchismus und Gewerkschaftsbewegung
  • Milly Witkop
    • Was will der Syndikalistische Frauenbund?
    • Der Syndikalistische Frauenbund